Lightroom

Eine Sache voraus: Man kann die RAWs natürlich auch mit jedem anderen RAW Entwicklungstool für Photomatix vorbereiten, ich hab aber noch keins gefunden, dass sich so schön automatisieren lässt wie Lightroom. Aperture wäre vielleicht noch ein Kandidat, aber wenn ich mir mein Notebook von oben anschaue, sehe ich einen VAIO Schriftzug und kein leuchtendes Obst.
Man importiert also die Ordnerstruktur, welche der Butchr erstellt hat, in einen Lightroom Katalog. Ich habe sehr viel mit Lightroom herumgespielt und ausprobiert, wie sich Entwicklungseinstellungen in diesem Stadium auf die Weiterarbeit in Photomatix auswirken, aber es hat sich herausgestellt, das hier weniger mehr ist. Deshalb mach ich hier nur das nötigste, d.h. schärfen, wenn nötig Weißabgleich anpassen und vielleicht noch Klarheit und Dynamik ein wenig anheben – das hängt immer vom Bild ab. Dabei nehme ich mir immer ein Bild einer Belichtungsreihe, dass irgendwo in der Mitte liegt, weil man da die Anpassungen am besten beurteilen kann.
Wenn dieses Bild passt, werden dessen Belichtungseinstellungen auf alle anderen RAWs dieser Belichtungsreihe kopiert. Zu guter Letzt exportiert man dann alle Einzelbilder nach tiff oder jpg (diesmal natürlich mit maximaler Qualität im AdobeRGB 1998 Farbraum). Wenn man sich für tiff entscheidet, sollte man schon einen potenten Rechner und viel Festplattenplatz haben – ich hab beides nicht, deshalb nehm ich jpg.
Und ehrlichgesagt steht die längere Weiterbearbeitungszeit bei tiff in keinem Verhältnis mit dem nicht wirklich spürbaren Qualitätsgewinn – vor allem wenn die Bilder nur für’s Internet sind. Aber auch dann gilt: Während der gesamten Bearbeitungskette arbeitet man im AdobeRGB 1998 Farbraum, der größer ist als der sRGB Farbraum, in den man erst bei der Vorbereitung der Bilder für das Internet konvertiert.

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